Delalande Sandra – Gummifisch der Superlative

Zuerst war ich eher skeptisch, was diesen Gummifisch angeht. Gummifische gibt es wie Sand am Meer, deshalb war ich mir sicher, dass es wesentlich bessere und neuere Softbaits als den klassische Sandra-Köder gibt.
Als ich jedoch von einem Bekannten erfahren habe, dass er auf dieses Teil schwört und schon viele Fische mit diesem Köder gefangen hat, wollte ich mich einfach mal selber überzeugen und habe mir zwei der „Barsch“-Köder gekauft (9 cm Variante). Um genau zu sehen, was in diesem Köder steckt habe ich ihn gleich am Möhnesee ausgetestet.

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Der Köder lässt sich wie sonstige Gummiköder sehr einfach auf einem Bleihaken mit Jigkopf aufziehen (ich habe 21 Gramm gewählt) und gut durchs Wasser bewegen. Das Material ist sehr weich aber zugleich sehr robust. Er fleddert nicht auseinander und große Risse, die das Laufen des Köders beinträchtigen, sind bis jetzt nach oftmaligen Gebrauch und gefangenen Fischen auch nicht zu erkennen. An der Rute ist der Köder beinahe nicht zu spüren. Demnach lassen sich Bisse gut und schnell identifizieren. Der verlängerte Schwanz mit seinen eingestanzten Löchern rotiert ausgesprochen gut und muss für die Räuber sehr interessant wirken, ich würde sogar sagen, dass der Schwanz der letzte Reiz für einen Hecht, Barsch oder Zander ist und zum Biss überzeugt. Denn nach ca. 15 Würfen in der Ufergegend bekam ich dann auch direkt einen Biss. Jedoch ließ die Kraft des Fisches auf etwas Größeres schließen. Und tatsächlich hatte ich einen Hecht gefangen.

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Mit seinen 61 cm ein eher kleineres Exemplar, aber immerhin etwas und ich wusste, dass der Köder funktioniert. Ein paar Minuten später, bekam ich wieder einen Biss und wieder ein Hecht. Dieses mal etwas größer. Die genaue konnte ich jedoch nicht feststellen, da er mir kurz vorm landen leider abgegangen ist… Demnach wusste ich, mit dem Köder fange ich nicht nur Barsche sondern auch größere Fische.  

In den Tagen danach habe ich es immer wieder versucht, gezielt auf Flussbarsche zu fischen. Und heute kann ich sagen, der klassische „Barsch“-Köder hat seinen Namen alle Ehre gemacht. Ein Kollege (der für diesen Bericht auch den Sandra-Köder benutzt hatte) und ich konnte viele normale und auch zwei größere Barsche (40+) fangen. Im Sommer, wenn die Barsche dann etwas höher stehen und der Zander befischt werden darf, freue ich mich, ebenfalls ein paar schöne Fische mit dem Sandra-Köder ins Netz zu bekommen und sie euch zu zeigen.

Natürlich wird es Köder geben, die genauso gut funktionieren wie der Sandra-Köder. Jedoch wollte ich einfach mal meine Erfahrung mit diesem Gummifisch mitteilen und sagen, dass auch die Klassiker heute noch einen guten Erfolg versprechen können und qualitativ hochwertig sind. Ich werde ihn jedenfalls weiter verwenden.

 

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