Echolotserie Teil II – Praxis Test auf dem Möhnesee

Nachdem Ihr in Teil 1 der Echolotserie über die Funktionen und meine Auswahl des Echolots aufgeklärt worden seid, möchte ich euch ein in dem 2. Teil ein bisschen zeigen, was mit einem Garmin Striker 5DV möglich ist.

Dazu reicht es nicht einfach nur aus theoretisch alles zu erklären und zu beschreiben, sondern viel mehr hilft es auch mal Live-Bilder vom Wasser zu sehen. Hierzu kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass man mittels Internet bei manchen Geräten sehr wenig Bilder oder Videos sieht und man dann das Glück haben muss, einen kompetenten Verkäufer vor Ort vorzufinden.
Es hat nicht lange gedauert, bis ich das Echolot testen konnte. Nachdem ich die Geberstange am Heck des Bootes montiert habe, die Batterie fest im Koffer angeklettet wurde und die Kabel verlegt waren, konnte es dann endlich los gehen. Echolot an und den Moment genießen.

Gesamtbild des installierten Echolots (mit Tasche, Koffer und Geberstange)

Da das Echolotzentrum Schlageter schon vorab die perfekten Einstellungen vorgenommen hat, musste ich nicht mehr viel umstellen. Lediglich der Maßstab vom GPS musste von 8 Kilometer auf 100 Meter gestellt werden. Zum Service und dem Echolotzentrum Schlageter erfahrt ihr alles übrigens in Teil 3 der Echolotserie.
Nun kommen wir zum eigentlichen Teil des Berichtes. Ein Echolot besitzen ist die eine Sache, aber gleichzeitig auch zu wissen, was eigentlich dargestellt wird und was das dann in der Realität bedeutet ist viel mehr entscheidend! Aufgrund dessen erkläre ich euch die Anzeigen des Garmin Strikers 5DV.

Zum einen sieht man oben links in der Ecke die aktuelle Tiefe (13.7m), die vor allem für Wobbler mit einer bestimmten Lauftiefe entscheidend sein kann. Außerdem wird die Wassertemperatur, die Km/h, die Spannung der Batterie und die Uhrzeit angezeigt. Die Spannung der Batterie ist in dem Falle wichtig, da man bei spätestens 11V Spannung die Batterie laden sollte. Eine voll durch das Echolot entladene Batterie geht schneller kaputt, als eine, die man regelmäßig auch bei nicht Gebrauch lädt.
Als Modus habe ich das normale Sonar (Frequenz 200 KHz) und die DownVü (Frequenz 455KHz) Funktion gewählt. Leichte Störungen an der Oberfläche ergaben sich durch den E-Motor, dies ist aber ganz normal, da die Sensibilität des Echolots hoch eingestellt ist.

Da es noch relativ früh im Mai war, die Schonzeit vom Hecht gerade verstrichen und diese bekanntlich Ufernah stehen sind wir die Bereiche von 3-4 Meter Tiefe abgefahren. Mithilfe der Meteranzeige, die sich permanent anpasst, konnten wir Grundkontakt mit dem Bootskiel bzw. dem E-Motor vermeiden und vorteilhaft die Ufer abfischen. Auch voreingestellt war der Alarm für die minimale Tiefe, ab 2 Metern ertönt ein unüberhörbarer Ton, bei dem man sofort reagieren sollte. Ab wann der Alarm losgehen soll ist übrigens auch konfigurierbar.
Aufgrund des DownVüs kann man vermeintliche Barschschwärme (Sonaranzeige) als Krautstränge identifizieren und fischt dann auch nicht in leeren Bereichen. Echolotinteressierte wissen, dass man Fische meistens durch eine Sichel (Sonar) erkennen kann, dies ist aber auch nur dann ein Fisch, wenn man auf der DownVü Darstellung einen Punkt erkennt. 

Dieser Punkt, der auf dem DownScan angezeigt wird, ist die Schwimmblase des Fisches.
Es ist super hilfreich mit einem Echolot angeln zu gehen, man erkennt direkt große Schwärme, dicke Einzelfische und Hindernisse, die sich irgendwo Unterwasser befinden. Hotspots können mithilfe vom GPS auf einem Meter genau markiert und neu angefahren werden.
Das GPS ist insofern auch ein Vorteil, da man noch nicht beangelte Bereiche einsehen kann.

In der folgenden Gallerie sind weitere Bilder von Barschschwärmen, großen Einzelfischen und besonderen Unterwasserstrukturen zu sehen. An dieser Stelle vielen Dank an Garmin Deutschland, die mir einige Produktbilder zukommen lassen haben!

Bis jetzt konnte ich noch keine wirklichen Nachteile für mich ausfindig machen. Das Echolot entspricht nach gut 4 Monaten intensiven Gebrauchs immer noch meinen Vorstellungen eines Fischfinders. Es ist außerdem empfehlenswert, sich eine Tasche und Koffer mit dazu zu bestellen, da man sehr viel komfortabler und sicherer unterwegs ist!

Bei Fragen und Anregungen bitte die Kommentarfunktion nutzen oder einfach über das Kontaktformular unter “Kontakt” eine Nachricht an uns schicken.

In Teil 1 der Echolot Serie verrate ich euch, wieso ich mich für das Garmin Striker 5DV entschieden habe, was auch andere Alternativen waren und die Grundfunktionen eines Echolotes werden erklärt
Zu Teil 1 -> Garmin Striker  5 DV Teil 1 – Echolot für unter 500€

In Teil 3, dem vielleicht letzten Teil der Echolot Serie, teile ich euch meine bisherige Erfahrung mit dem Echolotzentrum Schlageter und deren Service mit.
Zu Teil 3 -> Garmin Striker 5 DV Teil 3 – Echolotzentrum Schlageter & Service


Comments

  1. Super Bericht, eine Frage hätte ich:
    Welche Akkus benutzt ihr und wie lange halten diese?

    • Hallo Oliver,

      ich benutze einen 10Ah AGM Akku. Der hält problemlos 7 Stunden (Spannung fällt nicht unter 11V), ist ähnlich wie dieser:
      http://amzn.to/2hd1u9X

      Ich hoffe, dass deine Frage beantwortet ist 🙂 Ansonsten nochmal melden.

      Petri, Patrick

  2. Ich besitze auch das Garmin Striker 5DV, aber weiß nicht ob Fische oder andere Sachen im Wasser angezeigt werden.
    Das kann eventuell auch an meinen Einstellungen liegen?!
    Wäre für jede Hilfe dankbar, da ich in dem Gebiet Neuling bin 🙂

    • Hallo Manuel,

      wenn du möchtest, kann ich dir gerne bei den Einstellungen behilflich sein.
      Generell kann ich dir sagen, dass Fische immer im Sonar Feld als Sichel dargestellt werden (bei entsprechender Geschwindigkeit, ca. 3/4 Km/h) und auf dem DownVü die typischen Punkte (Schwimmblasen) angezeigt werden. Es ist anfangs sehr hilfreich, das Echolot beides anzeigen zu lassen, da das DownVü mit einer noch höheren Frequenz den Bereich absucht und du dir spätestens dann sicher gehen kannst, ob es ein Fisch ist oder nicht.
      Ich habe dir mal per Mail meine Facebook Seite und Handynummer zugeschickt, dann können wir darüber kommunizieren… ich denke das geht dann schneller.

      Gruß
      Patrick

  3. Kann das Echolot auch an den Fjorden in Norwegen eingesetzt werden?

    Gruß Michael

    • Hallo Michael,

      ich gehe mal davon aus, dass du in den Fjorden nicht tiefer als 150 Meter fischst?
      Dann ist das Echolot auch dafür geeignet:
      701 m (2.300 Fuß) in Süßwasser, 335 m (1.100 Fuß) in Salzwasser
      Es bietet dir die gleichen Funktionen wie auf einem kleinen See.

      stay strong
      Patrick

  4. Hallo, du empfiehlst einen Koffer mit zu bestellen. Ist das ein Koffer für die Batterie?

    • Hallo Jupp,
      ich habe in dem Koffer die Echolotbatterie liegen. Außerdem ist auf dem Koffer das Echolot fest montiert und die Box steht in der Tasche.
      Vorteil der Box ist einfach, dass man die ganzen Kabel verstauen kann und man ein ordentliches, mobiles Echolot hat.

      Falls weitere Fragen offen sind, einfach fragen 🙂

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